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Die Witterung in Marburg im August 2012
Trocken, reichlich Sonne und recht warm
Sommer war trotz wechselhaftem Start wärmer als im Durchschnitt

August 2012
Bilanz: Trocken mit nur 63,1 % Regen - recht warm / Abweichung: +1,61 Grad
Mit kaum über 60 Prozent der monatlichen Soll-Niederschlagsmenge, einem Sonnenscheinplus von rund 20 Prozent und einem Temperaturüberschuss von mehr als 1 1/2 Grad zeigte sich der August 2012 unterm Strich trocken, sonnig und recht warm. Damit endete der Sommer, also die Gesamtwitterung der Monate Juni bis August, zwar immer noch deutlich feuchter und etwas trüber als nach dem Klimamittel, die jahreszeitliche Temperaturbilanz lag jedoch mit einem Plus von 0,3 Grad leicht über dem klimatischen Durchschnitt, so dass der Gesamtsommer trotz der häufig so wechselhaften Großwetterlage im Marburger Land letztlich noch leicht überdurchschnittlich warm verlaufen ist.

Hatte es in den sehr feuchten Monaten Juni und Juli noch an zwei Dritteln aller Tage überreichlich geregnet, brachte es der letzte Hochsommermonat in Marburg nur auf zehn nasse Tage mit insgesamt 37 Liter Regen pro Quadratmeter. Davon fiel fast die Hälfte allein am Morgen des 16. mit Passage einer Wetterfront in Gestalt kräftigen Gewitterregens. Zwar konnte das unterm Strich dennoch recht trockene Wetter den erheblichen Regenüberschuss der Vormonate nicht ausgleichen, doch wurde das Klimamittel der drei Sommermonate letztendlich nur noch um 25 Prozent überschritten. Der trockene August beendete also die Reihe der nassen Monate zugunsten vorwiegend freundlicher Wetterlagen.

Diese machten sich auch bei der Zahl der Sonnenscheinstunden bemerkbar: Während die Vormonate unterm Strich ausgesprochen trüb waren, machte die Sonne im Augustmonat genug Überstunden, um dieses Defizit noch nahezu auszugleichen. Auch wenn die Wetterbesserung aus Sicht von zuhause gebliebenen Urlaubern sowie der meisten Landwirte zu spät kam, bescherte sie doch immerhin noch eine ganze Reihe richtiger Sonnentage und letztlich kam der Umschwung auch für die zuvor nur sehr schleppend in Gang gekommene Ernte später Getreidesorten gerade noch rechtzeitig.

Dies zeigte sich vor allem an der recht stattlichen Zahl so genannter Sommertage, also Tagen, an denen die Höchsttemperatur mindestens 25 Grad erreicht. Hatte es im Juni nur vier und im Juli neun derartiger Tage gegeben, bescherte der Augustmonat stolze 16 derart warme Tage. Hinzu kamen vier heiße Tage mit Temperaturen über 30 Grad, wobei der 19. August mit 34,2 Grad in Marburg zugleich der heißeste Tag des ganzen Jahres war. Am kältesten war es am Morgen des 11. August, wo das Thermometer in Marburg nur 9 und im Umland teils sogar nur 7 Grad anzeigte. Unmittelbar über dem Erdboden war es mit nur 6, im Umland sogar teils nicht einmal 5 Grad noch deutlich kälter.

Während der Sommer damit hierzulande nur wenig von den langjährigen Mittelwerten abwich und somit unauffällig blieb, gebärdete er sich in anderen Teilen der Welt außerordentlich extrem: So verdorrten weite Teile Südeuropas aber auch der USA unter Backofenhitze, die nicht nur katastrophale Waldbrände, sondern auch massive Ernteausfälle nach sich zog. Wochenlang kletterte das Quecksilber in diesen Regionen weit über 30 Grad und wiederholt wurde sogar die 40-Grad-Marke überschritten. Dabei fiel von seltenen, lokal begrenzten Hitzegewittern abgesehen kein Tropfen Regen.

Aber auch in der Arktis rund um den Nordpol stellte der Sommer 2012 bereits neue Rekorde auf. So ist dort seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen noch nie bis Ende August so viel Eis geschmolzen, wie in diesem Jahr. Schon Anfang der letzten Augustdekade war die Ausdehnung des Meereises auf dem arktischen Ozean auf einen Stand geschrumpft, wie er normalerweise erst Ende September beim jährlichen Eisminimum erreicht wird. Da zu erwarten ist, dass bis dahin weitere Millionen Tonnen Eis schmelzen werden, ist schon jetzt sicher, dass dieses Jahr bei der arktischen Eisschmelze einen neuen Rekordstand hervorbringen wird, wie er vermutlich seit Jahrhunderten nicht mehr erreicht worden ist.

Marburg, am 31.08.2012

Herzlichst, Ihr Jürgen Vollmer
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