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Die Witterung in Marburg im Juni 2013
Klimatisch ausgeglichen mit hitzigem Kern
Schwergewitter und kurze Hitzewelle in sonst ruhigem Rahmen

Juni 2013
Bilanz: Normal feucht mit 98 % Regen - Minimal über dem Klimamittel / Abweichung: +0,4 Grad
Nach dem unterkühlten Frühling zeigte sich der Juni endlich ein wenig versöhnlicher. Zwar blieb die Witterung wie schon in den Vormonaten insgesamt eher wechselhaft, doch kehrte die Sonne zurück und ließ sich immerhin so häufig blicken wie im langjährigen Durchschnitt der Jahre. Auch bei der Regenbilanz hielt sich der Monat im Marburger Land ganz im Gegensatz zum von einer schweren Hochwasserkatastrophe heimgesuchten Süden und Osten Deutschlands im Normalbereich. So fielen in Marburg mit 63 Liter pro Quadratmeter fast 100 Prozent des Solls, wobei diese Menge allerdings im wesentlichen an nur drei richtig nassen Tagen vom Himmel kam.

So brachte eines der blitzreichsten Gewitter seit Jahren allein am 9. mehr als 25 Liter Regen binnen nur einer Stunde und damit schon mehr als die Hälfte der monatlichen Gesamtniederschlagssumme. Das Unwetter erwischte auch noch das südliche und nördliche Umland der Stadt, wohingegen im westlich gelegenen Hinterland kaum 10 Liter Regen fielen. Dort waren auch die anderen Regentage weniger nass, so dass die Regensumme im Juni recht deutlich hinter den Klimamittelwerten zurückblieb. Regional gab es nur etwa die Hälfte des monatsüblichen Regensolls.

Bemerkenswert bei dem Gewitter vom 9. Juni war nicht nur die hohe Blitzrate, sondern auch die große Zahl an Blitzschlägen auf engem Raum, die das Unwetter in Marburg hervorbrachte. So schlugen rund um die Wetterstation Marburg Mitte innerhalb einer halben Stunde 10 bis 15 Nahblitze im Umkreis von nur rund 300 Metern ein, davon ein guter Teil noch vor Einsetzen des Regens, wodurch das Stakkato der Blitz- und Donnerschläge dem Phänomen eine außerordentlich gespenstische Stimmung verlieh. Die Entfernung eines Blitzes lässt sich übrigens leicht durch die Zeit bestimmen, die zwischen dem Blitz und der Ankunft des Donners vergeht. Da der Schall pro Sekunde 330 Meter zurücklegt, ergibt sich für eine Laufzeit von drei Sekunden rund ein Kilometer Entfernung zum Einschlagsort.

Die Temperaturen zeigten bis zum 16. ein vergleichsweise moderates Auf und Ab mit insgesamt recht ausgewogenen Höchstwerten zwischen 20 und 25 Grad, mitunter auch noch etwas darüber. Dann rollte jedoch eine tropische Hitzewelle über die Region und ließ die Temperaturen kurzzeitig markant in die Höhe schnellen. So wurde es am Nachmittag des 19. mit 35,1 Grad in Marburg so heiß wie seit Jahren nicht mehr, aber auch im höher gelegenen Hinterland stieg das Quecksilber bis knapp 33 Grad. Sowohl der außergewöhnlich rasche Temperaturanstieg, als auch die hohe Luftfeuchtigkeit sorgten bei Mensch und Tier für eine kaum erträgliche Wärmebelastung.

Aber ebenso schnell wie die Sommerhitze gekommen war, wurde sie am 20. von einer markanten Wetterfront mit nächtlichen Gewittern auch schon wieder vertrieben. Und in der letzten Monatswoche stellten sich sogar noch einmal ein paar ausgesprochen kalte Tage ein: Die verspätete "Schafskälte" machte sich mit Schauern und Höchstwerten unter 20 Grad bemerkbar. Am kältesten war es in Marburg allerdings schon am 4. mit nur knapp über 5 Grad, in Teilen des Umlands kühlte die Luft an diesem Morgen sogar unter die 5-Grad-Marke ab. Auch die große Differenz von gut 30 Grad zwischen der tiefsten und der höchsten Temperatur dieses Junimonats ist damit überaus rekordverdächtig.

Obwohl sich vor allem wegen der kurzen Hitzewelle bis zum Redaktionsschluss vorübergehend ein Temperaturplus von fast 1 1/2 Grad aufsummiert hatte, ging der erste Sommermonat letztlich doch noch weitgehend ausgeglichen zu Ende. Denn die unterkühlten letzten Monatstage bauten den Wärmeüberschuss rasch wieder ab. - Mit Spannung dürfen wir nun allerdings auf die Wetterentwicklung im ersten Julidrittel blicken, denn die Witterung, die sich in dieser Zeit einzupendeln pflegt, setzt sich in der Mehrzahl der Jahre tendenziell auch in den nachfolgenden Hochsommerwochen weiter fort und derzeit schaut alles nach einer Umstellung zu freundlicherem Sommerwetter aus ...

Marburg, am 30.06.2013

Herzlichst, Ihr Jürgen Vollmer
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