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Die Witterung in Marburg im Juli 2013
Sonnig, heiß und lange Zeit trocken
"Siebenschläfer"-Hoch bescherte Urlaubswetter vom Feinsten

Juli 2013
Bilanz: Extrem trocken mit nur 36 % Regen - Erheblich über dem Klimamittel / Abweichung: +2,25 Grad
Dieser Juli wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben: Bis auf wenige Tage beherrschten blauer Himmel und strahlender Sonnenschein das Bild! Dazu war es an der Mehrzahl der Tage über 25 Grad warm, ohne zugleich drückend zu sein. Denn die Luft war zumeist angenehm trocken und kühlte nachts häufig noch auf erfrischende Werte um 15 Grad ab. Erst im letzten Monatsdrittel kletterte das Quecksilber dann auch öfter über die 30-Grad-Marke, doch hatten wir uns da - anders als bei der kurzen, aber heftigen Hitzewelle im Juni - längst an den Mittelmeer-Sommer gewöhnt und so konnte, wer nicht arbeiten musste, das herrliche Ferien- und Urlaubswetter in vollen Zügen genießen.

Heißester Tag war der 27. Juli mit 35 Grad in Marburg und vom Amöneburger Becken über den Ebsdorfergrund hinweg bis in den Marburger Südkreis und 27 bis 29 Grad in den etwas höher gelegenen Regionen des Marburger Hinterlandes. Kühlster Morgen war der 12. mit frischen 9 Grad, unmittelbar über dem Erdboden sank das Quecksilber an diesem Tag örtlich sogar bis auf 5 Grad. Im Monatsmittel pendelte sich das Temperaturniveau jedoch weit über den langjährigen Klimawerten ein: Unterm Strich war es fast drei Grad wärmer als im Durchschnitt der Jahre. Insbesondere die teils extrem hohen Temperaturen im letzten Monatsdrittel waren verantwortlich für diese überaus hochsommerliche Bilanz.

Der Juli war aber auch bemerkenswert sonnig: Mit fast 300 Sonnenscheinstunden lag die monatliche Sonnenscheindauer letztlich um rund 30 Prozent über dem klimatischen Soll. Passend zu diesem Überschuss an Sonnenschein fiel die Regenbilanz mit nur etwa 35 Prozent des Solls ausgesprochen mager aus. Im Nahbereich Marburgs wurden teils kaum über 10 Liter Regen je Quadratmeter registriert, wobei diese Summe größtenteils auch nur an einem einzigen Tag, am Monatsdritten, gefallen war.

So nahm die Trockenheit zu Beginn der letzten Monatsdekade allmählich kritische Ausmaße an, denn zur heranrollenden Hitze gesellte sich nun auch noch eine besonders hohe Verdunstungsrate. Auch Hitzegewitter blieben die Ausnahme, sodass sich an dieser spärlichen Bilanz bis zum Monatsende nur noch wenig änderte: Kaum war eine Wetterfront durchgezogen, setzten sich Sonne und Hochsommerwärme auch schon wieder aufs Neue durch. - Des einen Leid ist des anderen Freud': Während die Getreideernte von der trocken-heißen Witterung profitierte, mussten Gartenbaubetriebe vielfach bereits regelmäßig bewässern und auch Gartenbesitzern blieb der allabendliche Griff zur Gießkanne nicht erspart.

Das große Los hatten freilich Ferienkinder und Urlauber gezogen, denn das Sommerhoch "Xena" kam in den ersten Julitagen genau zum richtigen Zeitpunkt daher: Nach der fälschlich dem 27. Juni zugeschriebenen Siebenschläfer-Regel entscheidet nämlich nicht die Witterung eines einzelnen Tages Ende Juni, sondern diejenige, die sich im ersten Julidrittel einstellt, wie es in den Hochsommerwochen tendenziell weitergeht. Und die auf diesen Zeitraum angepasste Regel hat im mittleren Deutschland eine Eintrittswahrscheinlichkeit von fast 70 Prozent, d.h. in der Mehrzahl der Jahre dauert die sich Anfang Juli einstellende Witterung von kurzen Unterbrechungen abgesehen mehrere Wochen lang an.

Sommerhoch "Xena" entwickelte sich dieser Regel entsprechend zu einem wahren "Siebenschläfer-Hoch", dessen Nachkommenschaft sodann bekanntlich fast den ganzen Juli über für Sonne und badetaugliche Temperaturen gesorgt hat. Ob und wie lange sich das warme Sommerwetter auch im August weiter behaupten kann, ist allerdings noch ungewiss. Häufig weicht warme Vorwitterung erst zur Monatsmitte wechselhafterem und kühlerem Wetter, bevor sich zum September hin wieder warmes Spätsommerwetter einpendelt. Auch dies entspräche voll und ganz der "Siebenschläfer-Regel", nach der die Anfang Juli eingespielte Wetterlage im wesentlichen den ganzen Hochsommer über anzudauern pflegt ...

Marburg, am 31.07.2013

Herzlichst, Ihr Jürgen Vollmer
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