Wetterstation Marburg Online
Messwerte  |   Wetter-Display  |   Wolken+Niederschlag  |   Sonne+Mond  |   Prognosen  |   Wettergefahren  |   Hessencams
Tagesdiagramm  |   Wetterdiagramme  |   Monatswitterung  |   Jahresklima  |   Datenservices  | Wetterlinks  |   KlimaSpezial
Verf√ľgbare monatliche Witterungsdiagramme

Jahr 2024      Jahr 2023      Jahr 2022      Jahr 2021
Jahr 2020      Jahr 2019      Jahr 2018      Jahr 2017
Jahr 2016      Jahr 2015      Jahr 2014      Jahr 2013
Jahr 2012      Jahr 2011      Jahr 2010      Jahr 2009

Verf√ľgbare monatliche Textr√ľckblicke
2022:     Jan   Feb   Mar   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2021:     Jan   Feb   Mar   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2020:     Jan   Feb   Mar   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2019:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2018:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2017:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2016:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2015:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2014:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2013:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2012:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2011:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2010:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
2009:     Jan   Feb   M√§r   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  
Die Witterung in Marburg im Februar 2014
Sehr mild und wenig Sonne
Totalausfall des Winters ‚Äď Vom Herbst direkt in den Fr√ľhling

Februar 2014
Bilanz: Durchschnittlich feucht mit 96,7 % Regen - außergewöhnlich mild / Abweichung: +4,15 Grad
Wie schon der Januar kam auch der Februar au√üergew√∂hnlich mild daher: Mit durchschnittlich 5 Grad war es in der Region mehr als vier Grad w√§rmer als im Mittel der Jahre. Und obwohl es insgesamt acht Reifn√§chte gab, lag die monatliche Tiefsttemperatur am 24. Februar in Marburg mit minus 2,1 Grad nur wenig unter dem Gefrierpunkt. Auch direkt √ľber dem Erdboden reichte es nur f√ľr moderate minus 4,4 Grad und auch im Umland war es nur wenig k√§lter. W√§rmster Tag war ebenfalls der 24. mit 13,3 Grad, eine Folge des Umstandes, dass an diesem Tag nach sternklarer Nacht tags√ľber strahlender Sonnenschein und milde Luftmassen zusammenwirken konnten.

Gleichzeitig zeigte sich die Niederschlagsbilanz sehr ausgewogen. Sie blieb nur geringf√ľgig hinter dem Klimamittel zur√ľck, wobei aber an immerhin 22 Tagen Regen fiel, f√ľr Schnee war es durchweg zu warm. Recht geizig ging es allerdings beim Sonnenschein zu. So wurde bis zum ausgesprochen sonnigen 24. nur etwa die H√§lfte der monats√ľblichen Sonnenstunden erreicht. Bis zum Monatsletzten besserte sich diese Bilanz immerhin noch auf zwei Drittel des Sollwertes auf. Der letzte Wintermonat war also nicht nur extrem mild, sondern im Monatsmittel auch ausgesprochen tr√ľb. Der Grund: Immer wieder zogen atlantische Wetterfronten durch und lie√üen Hochdruckgebieten kaum eine Chance.

Mit dem Februar ist der meteorologische Winter inzwischen zu Ende gegangen, - ein Winter, der nicht nur im Marburger Land ein Totalausfall war. Alle drei Wintermonate waren erheblich zu warm, im Durchschnitt um mehr als dreieinhalb Grad. Den gleichen Wert erreichte die positive Abweichung auch landesweit und das, obwohl es im letzten Januardrittel im Nordosten Deutschlands sogar strengen Dauerfrost gab: Dort hatte sich vor√ľbergehend ein Zweig eisiger Winterluft aus Osteuropa einnisten k√∂nnen, doch kam ihre Vordergrenze nicht ganz bis in unsere Region voran.

Immerhin kam es an der scharf ausgepr√§gten Luftmassengrenze auf engem Raum zu teils extremen Temperaturkontrasten: So war es am letzten Sonntag im Januar in Marburg und entlang der Ohm fast 10 Grad mild, w√§hrend das Quecksilber gleichzeitig nur 100 Kilometer √∂stlich im dick verschneiten th√ľringischen Eisenach nicht √ľber minus 8 Grad hinaus kam. Nachts wurde im Osten Deutschlands in jenen Tagen teils sogar die Minus-20-Grad-Marke unterschritten, viele Seen und Fl√ľsse froren zu. Aber trotz dieser regionalen Frostperiode war der vergangene Winter deutschlandweit einer der w√§rmsten der letzten 130 Jahre.

Ganz anders in Nordamerika: Dort bescherte einer der eisigsten Winter seit Aufzeichnungsbeginn auch weit im S√ľden der USA wiederholt heftige Schnee- und Eisst√ľrme, im Norden froren die Gro√üen Seen gr√∂√ütenteils zu. Bei Temperaturen teils unter minus 30 Grad erstarrten sogar Teile der ber√ľhmten Niagara-Wasserf√§lle zu Eis. Der Polarwinter hatte dort bereits im November begonnen und auch jetzt, Ende Februar ist in weiten Landesteilen immer noch kein Ende der strengen Winterk√§lte in Sicht.

Extreme Wetterverh√§ltnisse gab es aber auch in Westeuropa: Immer wieder zogen m√§chtige Orkane √ľber die Britischen Inseln und Teile Frankreichs hinweg und richteten nicht nur erhebliche Sch√§den an, sondern l√∂sten auch verheerende √úberschwemmungen aus. Zudem t√ľrmte jeder Orkan √ľber den Weiten des sturmgepeitschten Atlantiks aufs Neue gewaltige Wellenberge auf, so dass teils √ľber 10 Meter hohe Brandungswellen auf Europas K√ľsten prallten und dort massive Zerst√∂rungen hinterlie√üen.

Ursache all dieser Wetterkapriolen war eine ungew√∂hnlich langlebige Gro√üwetterlage, die sich in den drei Wintermonaten praktisch kaum √§nderte. So blieb es einfach kalt, wo es auch im November schon frostig war, st√ľrmisch, wo aus m√§chtigen Herbstst√ľrmen Winterorkane wurden und bei uns ging der Herbst beinahe nahtlos in den Vorfr√ľhling √ľber. W√§hrend Wintersportfreunde daher in den meisten Mittelgebirgen und sogar in den n√∂rdlichen Alpen das Nachsehen hatten, versank die Alpens√ľdseite teils meterhoch im Schnee. Dort staute sich feuchte Mittelmeerluft und schneite sich immer wieder an den Bergen aus.

Marburg, am 28.02.2014

Herzlichst, Ihr J√ľrgen Vollmer
© Medienservice Funk-Vollmer Wetter - Kommerzielle Nutzung nur mit schriftlicher Genehmigung! Mailanfragen via: info@wettereule.de

¬© 2009-2021 Wettereule - Juergen Vollmer, Marburg  |  Datenschutz  |  Impressum