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Die Witterung in Marburg im Mai 2014
Erst unterkühlt, dann frühsommerlich warm
Region blieb von Unwettern verschont - "El Niño" kündigt sich an

Mai 2014
Bilanz: Nass mit 150,2 % Regen - durchschnittlich warm / Abweichung: +0,12 Grad
Mit einer ganzen Reihe kühler und nasser Tage ging gleich in der ersten Hälfte des Wonnemonats die extreme Trockenheit des Frühjahrs zu Ende. Wiederholt zogen ergiebige Regengüsse durch und versorgten die dürstenden Böden im Marburger Land reichlich mit himmlischem Nass. Auch im weiteren Verlauf des letzten Frühlingsmonats regnete es immer wieder, so dass letztlich rund 150 Prozent des monatlichen Regensolls zusammenkamen. In Marburg fielen an insgesamt 18 Regentagen fast 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

Auch bei den Temperaturen ging die seit Oktober letzten Jahres andauernde Serie deutlich zu warmer Monate zu Ende: Mit fast genau 13 Grad lag die monatliche Durchschnittstemperatur in Marburg nur minimal über dem Klimamittelwert von 12,9 Grad und damit vollauf im klimatischen Normalbereich. Am kältesten war es am Morgen des 4. mit plus 1 Grad, im Umland lag die Frühtemperatur regional sogar nur bei 0 Grad. Unmittelbar über dem Boden wurde der Gefrierpunkt sogar nochmals leicht unterschritten: Dort gab es bei minus 1 bis minus 3 Grad vielfach Reif, - ein in diesem Jahr etwas verfrühter Gruß der Eisheiligen.

Doch Mitte des Monats fand die unterkühlte Phase ein jähes Ende: Binnen weniger Tage kletterten die Temperaturen auf frühsommerliches Niveau von 20 bis teils über 25 Grad. Wärmster Tag des Monats war entlang von Lahn und Ohm der 21. mit 28 Grad, womit ein erster "heißer Tag" nur knapp verfehlt wurde. Als "heiß" gelten Tage, an denen die Höchstwerte 30 Grad oder mehr erreichen. Immerhin bescherte der Mai bereits drei Sommertage, also Tage mit Höchstwerten von 25 Grad oder mehr.

Wie die Durchschnittstemperaturen bewegte sich auch die Zahl der Sonnenstunden zunächst im Normalbereich. Wolkiger und mithin auch feuchter wurde es in den letzten Monatstagen. Insgesamt schien die Sonne im Wonnemonat 172 Stunden und erfüllte damit immerhin 86 Prozent des Klimasolls. Es war also nur wenig trüber als im Durchschnitt der Jahre. Dennoch hielt sich der Einfluss von Hochs und Tiefdruckgebieten in etwa die Waage und so konnte man die langen, hellen Abende an einer Vielzahl von Tagen im Freien genießen.

Während die Witterungsentwicklung im Mai damit insgesamt sehr zur Freude vor allem von Landwirten und Hobbygärtnern verlief, hatten Pollenallergiker erneut das Nachsehen: Denn das fast ideale Wachstumswetter ließ nach der bereits sehr frühen Baumblüte im Mai nun auch die Gräser deutlich früher zur Blüte gelangen als sonst.

Weltweit verläuft die Witterungsentwicklung derzeit allerdings in weniger ruhigen Bahnen: So kam es auch im Mai in vielen Regionen zu Wetterextremen. Während die Balkanstaaten Südosteuropas nach sintflutartigen Regenfällen von einer Jahrhundertflut heimgesucht wurden, fiel in den Bergen Spaniens Schnee. In Teilen Sibiriens stellten sich infolge Hitze und Trockenheit früher als sonst verheerende Waldbrände ein. Zudem leiden weite Teile des amerikanischen Südwestens unter extremer Dürre, während im mittleren Westen der USA heuer eine höchst aktive Tornadosaison ihren Lauf nimmt.

Auch für den weiteren Jahresverlauf deutet sich bereits Ungemach an: So mehren sich die Zeichen für ein im Pazifik unmittelbar bevorstehendes "El Niño"-Ereignis. Dabei handelt es sich um eine Umkehr der normalen Strömungsverhältnisse inmitten des größten Ozeans der Welt. In der Mehrzahl der Jahre treiben Passatwinde dort warmes Oberflächenwasser von Ost nach West. Werden die Passatwinde schwächer, kehrt sich die Fließrichtung um und warmes Wasser drängt ostwärts nach Südamerika. Die Folge sind Dürre in Australien und Südostasien und sintflutartige Regenfälle im Westen Südamerikas. Aber auch in Mexiko und Kalifornien drohen zu "El Niño"-Zeiten verheerende Unwetter.

Ob sich dieses Wetterphänomen auch auf unser Wetter auswirkt, ist bisher noch nicht sicher erforscht.

Marburg, am 31.05.2014

Herzlichst, Ihr Jürgen Vollmer
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