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Die Witterung in Marburg im Dezember 2014
Milder Dezember endet mit Gastspiel des Winters
2014 war das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn

Dezember 2014
Bilanz: Fast normal feucht mit 90 % Regen - recht mild / Abweichung: +1,6 Grad
Mit einem Temperatur√ľberschuss von in unserer Region 1,6 Grad hat sich auch der Dezember in die seit eineinhalb Jahren andauernde Serie meist erheblich zu warmer Monate eingereiht. Seit dem Juni 2013 gab es nur einen einzigen Monat mit leicht unternormalen Temperaturen: Der August 2014. Alle anderen Monate dieses Zeitraums waren teilweise weit √ľberdurchschnittlich warm. Im Durchschnitt aller Monate lag die Temperatur im Marburger Land um 2,04 Grad √ľber dem Klimasoll. Aber nicht nur bei uns, sondern in ganz Deutschland war 2014 mit einem Plus von rund 2,1 Grad das w√§rmste Jahr seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen. Und glaubt man den Messdaten von Satelliten der NASA, gilt diese Aussage sogar weltweit: Die Fieberkurve des Erdklimas scheint eine neue Dimension erreicht zu haben ...

W√§rmster Tag des √ľber weite Strecken sehr milden Dezembers war in Marburg der 18. mit knapp 12 Grad, k√§ltester Morgen der 28. mit minus 7,2 Grad, einem von nur zwei sogenannten Eistagen, also Tagen, an denen es auch tags√ľber frostig blieb. Am Erdboden waren es an diesem eisigen Wintermorgen √ľber einer in Marburg rund 12 Zentimeter hohen Schneedecke sogar minus 9 Grad. In Teilen des Hinterlandes war es sogar noch etwas k√§lter, dort erreichte auch die Schneedecke teils mehr als 15 Zentimeter H√∂he. Doch schon zum Jahreswechsel stellte sich wieder Tauwetter ein. Das daher nur kurze Gastspiel des Winters war zugleich auch das einzige des ganzen Kalenderjahres, in welchem es zuvor weder im Januar, noch im Februar auch nur f√ľr einen einzigen Eistag gereicht hatte. Insgesamt brachte es das Jahr im Marburger Land auch auf nur 45 Tage mit Nachtfrost.

Fast ausgewogen verlief der Dezember, aber auch das gesamte Jahr, bei der Niederschlagssumme: So fielen rund 90 Prozent des monatlichen Regensolls, womit die Summe der im Marburger Land im ganzen Jahr 2014 zusammen gekommenen Niederschläge fast genau 100 Prozent des Solls erreichte, etwas mehr als im Landesdurchschnitt, der bei 96 Prozent lag. Während es in der Region allerdings beim Regen weder im Dezember noch im Kalenderjahr wirkliche Extremereignisse zu verzeichnen gab, verbergen sich hinter der landesweiten Regenbilanz aber zahlreiche Wetterextreme, die im Landesmittel nur deshalb nicht auffallen, weil sie sich gegenseitig wieder aufheben: Regional bescherte Sturzregen Halbjahres-Regensummen binnen weniger Stunden, während andernorts wochenlang kein Tropfen Regen fiel.

Bei der Zahl der Sonnenscheinstunden erwies sich der Dezember als ausgesprochen geizig und daher sehr d√ľster. So wurde in Marburg mit gut 15 Sonnenstunden nur etwa die H√§lfte des Klimasolls erreicht, aber auch deutschlandweit wurden kaum 60 Prozent der Sollstunden gez√§hlt. Bezogen aufs Jahr blieb die Sonnenscheinbilanz dagegen unauff√§llig: In Marburg war es mit deutlich √ľber 90 Prozent des Solls nur leicht unterdurchschnittlich sonnig, landesweit konnte bei der Zahl der Sonnenscheinstunden sogar ein leichter √úberschuss verzeichnet werden. - Unterm Strich bilanzierte das Jahr 2014 bei Regen und Sonnenschein also √ľberaus durchschnittlich, war jedoch fast durchweg erheblich zu warm ...

Doch wie sind Aussagen wie "Das Jahr war nicht nur bei uns, sondern weltweit erheblich zu warm" eigentlich zu bewerten? Was sagen sie √ľber den Zustand des Weltklimas aus, was √ľber die Zukunft desselben? Die Mahnungen eines Gro√üteils der Klimawissenschaftler sind eindringlich und nehmen immer drastischere Ausma√üe an. Doch: Stehen wir tats√§chlich an der Schwelle zu einem nicht mehr umkehrbaren, durch menschliches Zutun ausgel√∂sten oder zumindest verst√§rkten Klimawandels, der die Zukunft unserer Nachkommen nachhaltig gef√§hrden und unsere Welt f√ľr immer ver√§ndern wird?

Der Schl√ľssel zur Beantwortung dieser elementaren Fragen liegt im Verst√§ndnis der Funktionsweise der hoch komplexen Klimamaschine unserer Erde. Und um sie zu verstehen, muss man erst verstehen, welche Faktoren Einfluss auf ihr Thermostat haben, wie diese sich gegenseitig beeinflussen, und wie sich dieses Zusammenwirken in der Vergangenheit auf die Entwicklung des Erdklimas ausgewirkt hat.

Lesen Sie dazu in K√ľrze hier bei wettereule.de in unserem Klima-Spezial zun√§chst wie sich auf unserer Erde in Urzeiten Klima √ľberhaupt entwickeln konnte und welche historischen Klimakapriolen unser Planet bereits hinter sich hat ...

Marburg, am 31.12.2014

Herzlichst, Ihr J√ľrgen Vollmer
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