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Die Witterung in Marburg im Januar 2015
Januar war trüb, mild und durchschnittlich feucht
Frost und Schnee gaben nur kurze Stippvisiten

Januar 2015
Bilanz: Etwas feuchter als normal mit 127 % Regen/Schnee - sehr mild / Abweichung: +2,2 Grad
Die Serie deutlich zu warmer Monate hat sich auch im Januar fortgesetzt. Er war gegenüber dem langjährigen Klimamittel mehr als zwei Grad zu warm und das nicht nur hier bei uns in der Region, sondern im ganzen Land und sogar europaweit. Gleichzeitig ließ sich die Sonne nur auf Sparflamme blicken. Wie meistens in milden Wintern führte feuchte und wolkenreiche Meeresluft vom Atlantik die Wetterregie und ließ Hochdruckgebieten mit klaren Luftmassen kaum eine Chance. Entsprechend lag die Niederschlagsbilanz mit 127 Prozent des Solls rund ein Viertel über dem Klimamittel, also leicht über Normalbereich.

Wärmster Tag des Monats war der 10., wo im Marburger Land trotz trüben Himmels schon geradezu frühlingshafte Werte um 14 Grad gemessen wurden. In Teilen Süddeutschlands wurden an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein sogar Rekordwerte nahe 20 Grad registriert. Am kältesten war es in Marburg am Morgen des 25. mit knapp minus 5 Grad. Im Umland wurden bereits am 21. minus 5 bis minus 6 Grad gemessen. Unmittelbar über dem Erdboden war es in beiden Nächten über Schnee sogar noch ein paar Grad kälter. Im Durchschnitt lag die Temperatur in der Region mehr als zwei Grad über dem langjährigen Mittelwert, der Januar war also erheblich zu mild.

Trotzdem gab es im ersten Monat des neuen Jahres immer wieder auch kurze winterliche Abschnitte mit Schnee und Frost: So lag in Marburg an immerhin vier Tagen zumindest etwas Schnee und in 16 Nächten wurde Frost registriert. Am 6. herrschte sogar den ganzen Tag über leichter Dauerfrost, sodass ein Eistag registriert werden konnte. Eistage sind Tage an denen auch die Höchsttemperatur nicht über den Gefrierpunkt hinauskommt. Zum Vergleich: Im Januar 2010 gab es in Marburg 18 und im Jahr 2013 immerhin noch 12 solcher Eistage, wogegen im vergangenen Jahr (2014) nicht ein einziger Eistag und nur 9 Tage mit geringem Nachtfrost verzeichnet werden konnten.

Beim Niederschlag bewegte sich der Januar dagegen leicht über dem Klimamittel. Mit knapp 60 Litern pro Quadratmeter in Marburg und im Ebsdorfergrund und bis zu 85 Litern im Hinterland lag die Niederschlagssumme um gut ein Viertel über der durchschnittlichen Januarsumme. Diese Abweichung liegt allerdings immer noch im Normalbereich, denn klimatische Werte ermitteln sich immer aus Schwankungen um die Mittelwerte, welche nur selten genau getroffen werden. Ist es im einen Monat feuchter, fällt ein anderer trockener aus, sodass nur gravierende Abweichungen von den Klimawerten auch nennenswerte Auswirkungen auf den Wasserhaushalt haben. Dies war im Januar 2015 nicht der Fall.

Allerdings war der erste Monat des Jahres 2015 ziemlich trüb: Mit nur rund 30 Sonnenstunden wurden nur etwa 85 Prozent des Monatssolls erreicht, ein Wert, der sogar noch leicht über dem Landesdurchschnitt lag. Weitaus grauer zeigte sich der Monat entlang der Mosel mit kaum 40 Prozent, deutlich sonniger dagegen in Teilen Brandenburgs, wo das Sonnenscheinsoll sogar geringfügig über dem Klimamittel lag.

Der Start in den Februar könnte nun etwas winterlicher ausfallen: Nachts ist auch mal mäßiger Frost möglich, sofern sich die Wolkendecke zur rechten Zeit auch mal länger lichtet. Nachhaltige Winterkälte dürfte sich aus diesem Kaltstart allerdings eher nicht entwickeln. Dazu bedürfte es einer dauerhaften Drehung des vorherrschenden Windes auf nördliche, besser noch östliche Richtungen, und die ist einfach nicht in Sicht ...

Marburg, am 31.01.2015

Herzlichst, Ihr Jürgen Vollmer
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