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Die Witterung in Marburg im Dezember 2017
Trotz öfter Schnee zu mild und zu nass
Auch Jahresbilanz recht feucht und überdurchschnittlich warm


Dezember 2017
Bilanz: Sehr nass mit 151 % Regen/Schnee - deutlich milder als normal Abweichung: +2,1 Grad
Mit dem Weihnachtsmonat ist ein im Marburger Land recht feuchtes und überdurchschnittlich warmes Jahr zu Ende gegangen. Während die Sonnenscheinbilanz in etwa ausgeglichen war, regnete es 2017 mit 713 Liter Regen pro Quadratmeter rund 10 Prozent mehr als nach dem langjährigen Mittel. Die Temperatur lag um knapp ein Grad über dem klimatischen Mittelwert. Dabei wurden in Marburg 2017 acht Eistage, also Tage mit Dauerfrost, 69 Frostnächte, 38 Sommertage mit Höchstwerten von mindestens 25 Grad, und sechs heiße Tage mit mindestens 30 Grad verzeichnet. Auch bundesweit war das Jahr 2017 feucht und recht warm.

Der Dezember zeigte sich schneefreudig, wenngleich die immer wieder an den Adventssonntagen oder kurz danach entstandenen, bis zu zehn Zentimeter hohen Schneedecken überaus flüchtig waren und oft binnen Stundenfrist wieder dahinschmolzen. Trotzdem bescherte Frau Holle mit dem wiederholten Flockenwirbel mehr weihnachtliche Stimmung, als in den Jahren zuvor. Verkehrsteilnehmer hatten daran naturgemäß eher weniger Spaß: Sie mussten sich mit entsprechend glatten Straßen arrangieren. Doch für Wintersportfreunde waren die Bedingungen in den umliegenden Mittelgebirgen ideal. Dort lag kurz nach dem dritten Advent so viel Schnee wie schon seit Jahren nicht mehr zum Saisonstart.

So mag es ein wenig überraschen, dass der Monat dennoch um mehr als zwei Grad wärmer ausfiel, als nach dem Klimamittel. Der Grund: Pünktlich zu Weihnachten stellte sich eine milde Luftströmung ein, die vom mittleren Atlantik sehr milde Luftmassen herantransportierte. Aber auch zuvor war die Schneeluft nicht aus dem Norden oder gar von den frostigen Ebenen Osteuropas gekommen, sondern aus Grönland über den Nordatlantik. Und auf diesem Weg raubte ihr das noch warme Meerwasser den frostigen Biss, sodass eine dauerhafte Schneedecke im Flachland chancenlos blieb. Mildester Tag war der 31., wo in Marburg gut 12 Grad erreicht wurden. Der kälteste Morgen wurde in der Stadt mit nicht ganz minus 2 Grad am 10. registriert, direkt über dem Boden war es schon am 2. mit fast minus 4 Grad am kältesten. Dennoch blieb die Zahl der frostigen Nächte mit gerade mal fünf deutlich unter dem Durchschnitt.

Bei der Niederschlagsspende zeigte sich der Weihnachtsmonat dagegen sehr großzügig. So fielen in Marburg gut 94 Liter pro Quadratmeter als Schnee oder Regen. Dies entspricht einem Überschuss von über 50 Prozent des monatlichen Klimamittels, sodass der Weihnachtsmonat als sehr nass in die Klimabilanzen einging. Der Preis dafür war ein bemerkenswerter Mangel an Sonnenschein. So musste man im Marburger Land mit nicht mal einem Drittel des Solls Vorlieb nehmen. Noch trüber war es nur ganz im Westen Deutschlands, im Rheinland, wo stellenweise nicht mal 10 Prozent des monatlichen Sonnenscheinsolls erfüllt wurden.

Wer vom Winter schon genug hat, sei übrigens damit getröstet, dass die Nächte bereits wieder kürzer und die Tage schon wieder länger werden. So nimmt die Dauer des lichten Tages bis Ende Januar um mehr als eine Stunde zu. Aus Anfang des Jahres kaum acht werden dann schon über neun Stunden Tageslänge geworden sein und es gilt nur noch sieben weitere Wochen zu überstehen, bis mit der Tag-und-Nachtgleiche am 20. März zumindest kalendarisch auch schon wieder der Frühling anfängt. Marburg, am 31.12.2017

Herzlichst, Ihr Jürgen Vollmer
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