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Sonntag, 18. Januar 2026

Auf KLICK kräht der Marburger Rathausgockel die Stunde
+ + +   Die Herbststernbilder stehen abends hoch über dem Südwesthorizont   + + +   Im Osten steigen die Wintersternbilder immer höher in den Nachthimmel auf   + + +   Der strahlend helle Jupiter steht am 10. Januar in Opposition zur Sonne   + + +   Auch der Ringplanet Saturn ist abends noch ein auffälliges Himmelsobjekt   + + +   Im Teleskop sind bei beiden Planeten weiter Sonnen- und Mondfinsternisse zu sehen   + + +   Die Sternschnuppen der "Quadrantiden" erreichen in der Nacht zum 4. Januar ihr Maximum   + + +   Sie werden leider vom Vollmond überstrahlt, sodass nur die hellsten Schnuppen zu sehen sind   + + +  

Für unsere Nachtschwärmer

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rotierende Erde
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Astro-Highlights im Januar '26

Der aktuelle Sternenhimmel
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Mond altuell
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Die Sterne im Januar 2026

Riesenplanet Jupiter in Opposition


Der Sternhimmel zeigt am Südwesthimmel das "Herbstviereck" aus Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda, typische Herbststernbilder, unter denen man den Planeten Saturn auffinden kann. Am Osthimmel steigen schon die ersten Wintersternbilder mit ihren zahlreichen hellen Sternen auf. Im Sternbild Orion lässt sich in Teleskopen der Orionnebel beobachten, eine 1400 Lichtjahre entfernte Sternentstehungsregion mit Hunderten von jungen Sternen und den chaotisch erscheinenden Strukturen der übriggebliebenen Molekülwolke.


Im ersten Monat des Jahres 2026 nimmt die Zeit des lichten Tages um etwa eine Stunde zu, da die Sonne am 20.Januar aus den südlichsten Bereichen ihrer Jahresbahn in das Sternbild Steinbock wechselt. Die Erde erreicht auf ihrer leicht elliptischen Umlaufbahn um die Sonne gleich zu Jahresbeginn am 3. Januar ihren sonnennächsten Punkt, ihrem Perihel, wobei 147,1 Millionen km die beiden Himmelskörper voneinander trennen. Dies sind beinahe 5 Millionen km weniger als im Aphel Anfang Juli.


Der Vollmond wandert in der Nacht vom 3. zum 4. Januar zwischen dem Riesenplaneten Jupiter und den beiden hellen Sternen Castor und Pollux im Tierkreissternbild Zwillinge hindurch. Am Abend des 23. Januar steht der zunehmende Halbmond nördlich des Ringplaneten Saturn und am Abend des 27. Januar wandert der zunehmende Halbmond ab 22 Uhr über den nördlichen Teil des Sternhaufens der Plejaden = "Siebengestirn" hinweg. Dabei bedeckt er nacheinander mehrere seiner Sterne.



Mond und Planeten Mond und Planeten im Dezember - Grafik: Jürgen Vollmer


Merkur, Venus und Mars bleiben im Januar unsichtbar, da sie hinter der Sonne stehen (obere Konjunktionen). Dagegen ist der Riesenplanet Jupiter das strahlende Objekt, das schon in der Abenddämmerung im Nordosten über dem Horizont auftaucht und dann bis zur Morgendämmerung beobachtet werden kann, denn er steht am 10. Januar in seiner Oppositionsstellung der Sonne gegenüber und damit in Erdnähe. Schon in kleinen Teleskopen sind in seiner Atmosphäre helle Zonen und dunkle Bänder auszumachen.


In größeren Beobachtungsgeräten lassen sich Wirbelstrukturen erkennen. Innerhalb von nur einer Stunde können bereits Bewegungen dieser Details erfasst werden und schon in Ferngläsern lassen sich seine vier großen Monde und deren Umläufe um Jupiter verfolgen, wobei es zu Durchgängen der Mondscheiben und ihrer -schatten vor und zu Bedeckungen bzw. Verfinsterungen hinter der Planetenscheibe kommen kann. Am 7. und 9. Januar bedeckt der innerste Mond Io bei Durchgängen abends als helle Scheibe seinen eigenen dunklen Schatten vor Jupiter.


Jupiter mit Aurora
Wie auf der Erde gibt es auch an den Polen des Jupiter bisweilen Polarlichter. Diese Aufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. - Quelle: HST


Saturn mit seinem immer noch sehr schmalen Ringsystem ist nach dem Einsetzen der Dunkelheit ein weiteres herausragendes Beobachtungsobjekt. Dabei sind zurzeit die helleren Monde wie Titan und Rhea auch in Saturnnähe gut sichtbar, wobei noch Bedeckungen durch und Durchgänge vor der Planetenscheibe zu beobachten sind. In der Nähe des Ringplaneten lässt sich mit Neptun der letzte der Planeten mit Teleskopen als winziges bläuliches Scheibchen unterhalb des Frühlingspunktes aufspüren.


Leider überstrahlt der Vollmond in der Nacht vom 3.auf den 4.Januar das Maximum des Meteorstroms der Quadrantiden, sodass wahrscheinlich nur die hellsten und auffälligsten der Sternschnuppen aus dem Nordteil des Sternbildes Bootes zu sehen sein werden.


Reiner Boulnois, Volkssternwarte Marburg e.V.

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Sternschnuppen des Monats: Die Quadrantiden vom 1.-6.1., Max.: 4. mit bis zu 100 /Std., Ausstrahlregion: Sternbild Bootes
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Sonne und Mond

Sonne
Sonnenaufgang
08:18 Uhr
Höchststand
12:35 Uhr
Sonnenuntergang
16:52 Uhr

Tageszeit: Nacht

Start bürgerl. Dämmerung 07:40 Uhr
Höchststand am Mittag 18,710 °
Ende bürgerl. Dämmerung 17:30 Uhr
Sonne über dem Horizont 8 Stunden 34 Minuten
Mond
Mondaufgang
08:39 Uhr
Höchststand
12:20 Uhr
Monduntergang
16:11 Uhr

Mondphase: 0%

Neumond Neumond 13:02    17. Februar 2026
Erstes Viertel erstes Viertel 05:48    26. Januar 2026
Vollmond Vollmond 23:10    1. Februar 2026
Letztes Viertel letztes Viertel 13:44    9. Februar 2026
Die Mond-/Sonnen-Daten beziehen sich auf die Standortkoordinaten von 50° 48' 28" Nord  -  8° 47' 3" Ost (Marburg/Lahn)