![]() |
Astro-Highlights im August '26 Der aktuelle Sternenhimmel |
![]() |
|
|
Highlights des Monats:
Im letzten vollständigen Monat des Sommerquartals verkürzt sich die Zeit des lichten Tages um etwas weniger als zwei Stunden. Am 11. August wechselt die Sonne aus dem Tierkreissternbild Krebs in das Tierkreissternbild Löwe.
Der Zeitraffer zeigt den Ablauf der Sonnenfinsternis am Abend des 12. August über Marburg. - Erstellt mit Stellarium, Musik: "Open Cluster" von Stellardrone. Genutzt unter der Lizenz Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0). Parallel dazu kann man unseren inneren Nachbarplaneten Venus in ihrem größten Abstand von der Sonne und kurz vor ihrer maximal erreichbaren Helligkeit schon am Tageshimmel über dem Südwesthorizont mit bloßem Auge ausmachen. Sie kann schon im Fernglas als Halbvenus wahrgenommen werden. Nach ihrem Untergang startet die Beobachtung der schnellen Perseidenmeteore, deren maximale Anzahl in den Stunden vor der Morgendämmerung zu erwarten ist. Sie scheinen alle aus dem Sternbild Perseus zu kommen, das im Lauf der Nacht vom Nordosthorizont bis zum Zenit aufsteigt. Weil Neumond war, ist bei klarem Himmel diesjahr auch mit vielen leuchtschwachen Sternschnuppen zu rechnen.
Schon vor Mitternacht ist Saturn mit seinem immer noch recht schmalen Ringsystem im Osten vor der Morgendämmerung wieder ein zunehmend attraktives Beobachtungsobjekt. Es können teleskopisch auch einige seiner Monde wieder gut beobachtet werden. Dagegen bleibt, nach Monaten in Sonnennähe, der endlich wieder sichtbare äußere Nachbarplanet Mars aufgrund seines großen Abstands zur Erde noch kein attraktives Beobachtungsobjekt. Auch Merkur lässt sich in der Morgendämmerung über dem Osthorizont wahrnehmen. Sowohl am 4. als auch am 31. August kann man am Morgenhimmel den abnehmenden Mond weit nördlich vom Ringplaneten Saturn auffinden. Am Morgen des 9. August findet man ihn beim Mars, am 11. August als sehr schmale Sichel bei Merkur. Am Abend des 16. August bilden die dann zunehmende Mondsichel und die strahlende Venus wieder einmal einen attraktiven Blickfang.
Am 28. August ab 4.30 Uhr bis zum Monduntergang am Südwesthorizont gibt es eine fast totale Verfinsterung des Vollmonds zu bestaunen, weil dieser durch den Kernschatten der Erde zieht. Dabei ist ähnlich wie bei der Sonnenfinsternis im Horizontdunst eine Rotfärbung zu erwarten. Parallel zur Verfolgung des Finsternisverlaufs kann man am Südhimmel den Ringplaneten Saturn, am Osthimmel Mars und horizontnah Jupiter vor der Kulisse der dann im Osten wieder aufsteigenden Wintersternbilder beobachten.
Der Sternhimmel zeigt in der Westhälfte Reste der Frühlingssternbilder mit dem auffallend hellen, orangefarbenen Arktur im Sternbild Bootes. In guter Beobachtungsposition am Südhimmel dominieren die Sommersternbilder. Dazu zählen der Herkules, Schlangenträger und Kopf sowie Schwanz der Schlange mit ihren zahlreichen attraktiven Kugelsternhaufen. Am bekanntesten sind die Sternbilder Leier, Schwan und Adler, deren hellste Sterne das sogenannte Sommerdreieck bilden mit der blauen Wega in 25 Lichtjahren Entfernung, mit Deneb, dem blauen Überriesen als Schwanzstern im Schwan in 1000 Lichtjahren und dem beinahe Nachbarstern Atair im Adler in 17 Lichtjahren Abstand. Die auffällige Sommermilchstraße mit all ihren attraktiven Objekten wie gas- und staubreichen Dunkelnebeln, hellen Sternwolken, offenen und Kugelsternhaufen durchzieht diese Sternbilder. Ihre Beobachtung mit Teleskopen, Ferngläsern und dem bloßem Auge lohnen sich natürlich in mondfreien Nächten am ehesten. Dazu sind dicht über dem Südhorizont die Tierkreissternbilder Skorpion mit dem Roten Überriesenstern Antares, Schütze und Steinbock gut zu sehen. Am Osthimmel zeigen sich schon die Herbststernbilder mit dem bekannten „Pegasusviereck“ und Andromeda mit der Galaxie M33.. Reiner Boulnois |
|
|
| Sternschnuppen des Monats: Die "Perseiden" Max vom 10.08.-14.08., Spitze: 12./13.08., Ausstrahlregion: Sternbild Perseus |
|
|