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Mittwoch, 22. April 2026

Auf KLICK kräht der Marburger Rathausgockel die Stunde
+ + +   Die Wintersternbilder sind inzwischen am abendlichen Westhimmel angekommen   + + +   Am Südhimmel stehen die Frühlingssternbilder in bester Beobachtungsposition   + + +   Ihre drei Hauptsterne bilden das sogenannte "Frühlingsdreieck"   + + +   Am Abendhimmel gewinnt im Monatsverlauf Venus als "Abendstern" weiter an Glanz   + + +   Jupiter verfrüht seinen Untergang im Westen auf etwa Mitternacht   + + +   "Deep-Sky"-Objekte, Sternhaufen und Nebel und Galaxien, rücken immer mehr in den Fokus   + + +  

Für unsere Nachtschwärmer

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rotierende Erde
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Astro-Highlights im April '26

Der aktuelle Sternenhimmel
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Mond altuell
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Die Sterne im April 2026

>Märchenhaftes am Abendhimmel:
Mond (Wolf), Venus (Geiß) und Siebengestirn (Geißlein)


Die Wintersternbilder mit ihren zahlreichen hellen Sternen sind inzwischen über dem Westhorizont angekommen. Den Südhimmel dominieren die Frühlingssternbilder wie der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus und die Sternbilder Bootes mit dem auffälligen orangefarbenen Arktur und Jungfrau mit dem blauen Hauptstern Spika. Diese Sterne sind als das sogenannte Frühlingsdreieck bekannt. Darunter schlängelt sich horizontnah das Sternenband der Wasserschlange.

Das Inset in der Sternenhimmel-Grafik zeigt die sogenannte Sternenuhr mit auffälligen zirkumpolaren Sternen, die in extremer Lage zu sehen sind: der Große Wagen im Zenit, das Himmels-W dagegen über dem Nordhorizont, die sich im Laufe eines Tages wegen der Erddrehung scheinbar um den Polarstern bewegen.


Im Laufe des April wächst die Zeit des lichten Tages um fast zwei Stunden. Dabei bewegt sich die Sonne auf ihrer Jahresbahn weiterhin nach Norden und wechselt am 19. April aus dem Tierkreissternbild Fische in das Tierkreissternbild Widder, in dem vor etwa 2000 Jahren der Frühlingspunkt lag. Dieser hat sich inzwischen aufgrund der Präzessionsbewegung der Rotationsachse der Erde in das Sternbild Fische verschoben.

Die Sonne selbst zeigt weiterhin eine erhöhte Aktivität im zurzeit laufenden, etwa elf Jahre umfassenden 25. Sonnenfleckenzyklus, wodurch - wenn auch sehr selten - sogar bei uns in Mitteleuropa Polarlichter auftreten können. Die noch nicht vollständig verstandenen Mechanismen dieser Vorgänge werden momentan von zwei Sonnensonden intensiv untersucht.


Nach dem Vollmond am 2. April durchläuft unser Himmelsbegleiter bis zum Neumond am 17. April alle Phasen des abnehmenden Mondes. Am Abend des 19. April lässt sich bei besten Sichtbarkeitsbedingungen um 22 Uhr dicht über dem Westhorizont dann eine extrem schmale zunehmende Mondsichel mit Erdlicht erspähen, die gerade noch letzte Sterne des Siebengestirns = offener Sternhaufen der Plejaden bedeckt. Darunter strahlt unser Nachbarplanet Venus.



Mond und Planeten Mond und Planeten im April - Grafik: Jürgen Vollmer


Dieser Himmelsanblick war Grundlage für die Entstehung des Märchens "Der Wolf und die sieben Geißlein", denn alle 18 Jahre ergibt sich durch eine Extremlage der Mondbahnebene für über zwei Jahre eine Situation, die jeden Monat zu einer Bedeckung des Sternhaufens führt. Dabei steht der bedeckende Mond für den die Geißlein verschlingenden Wolf, der wegen seiner geringeren Größe aber nicht gleichzeitig alle Sterne des "Siebengestirns" bedecken kann.

Mars, Saturn und Merkur bleiben im April unsichtbar. Dagegen kann die Venus in der Abenddämmerung als auffälliges Objekt gesehen werden, das im Teleskop immer noch als kleine, voll beleuchtete Planetenscheibe erscheint. Venus wird uns bis zum Sommer als beeindruckender "Abendstern" begleiten und durchläuft Ende des Monats das "Goldene Tor der Ekliptik", die Region im Sternbild Stier zwischen den beiden Sternhaufen der Plejaden und Hyaden.

Der Riesenplanet Jupiter ist das strahlende Objekt, das schon ab der Abenddämmerung hoch im Südwesten sichtbar ist und dann bis Mitternacht beobachtet werden kann. In guten Ferngläsern und kleinen Teleskopen sind in seiner Atmosphäre helle Zonen und dunkle Bänder auszumachen. Auch schon in Ferngläsern lassen sich seine vier großen Monde und deren Umläufe um Jupiter verfolgen.


Deep-Sky Objekte


Weitere Besonderheiten im April: Die Möglichkeiten zur Beobachtung von Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens zwischen den Sternbildern Löwe und Jungfrau. Denn in dieser Himmelsregion schaut man relativ ungestört durch die Milchstraße in die Tiefen des Universums. Einige der attraktiven Beobachtungsobjekte sind in der Deep-Sky-Zusatzgrafik zu finden.

Abschließend sei auf die extrem nahe Sonnenpassage eines kleinen Kometen, als MAPS benannt, am Mittag des 4. April hingewiesen. Ob der kosmische Vagabund dabei zerfällt oder anschließend womöglich sogar noch als auffällige Kometenerscheinung zu sehen sein wird, bleibt allerdings abzuwarten.


Reiner Boulnois, Volkssternwarte Marburg e.V.

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Sternschnuppen des Monats: Die Lyriden vom 16. bis zum 25. April, Maximum: 21.04., Ausstrahlregion: Sternbild Leier
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Sonne und Mond

Sonne
Sonnenaufgang
06:16 Uhr
Höchststand
13:23 Uhr
Sonnenuntergang
20:31 Uhr

Tageszeit: Tag

Start bürgerl. Dämmerung 05:40 Uhr
Höchststand am Mittag 51,479 °
Ende bürgerl. Dämmerung 21:07 Uhr
Sonne über dem Horizont 14 Stunden 15 Minuten
Mond
Mondaufgang
09:28 Uhr
Höchststand
18:20 Uhr
Monduntergang
02:15 Uhr

Mondphase: +32%

Neumond Neumond 22:02    16. Mai 2026
Erstes Viertel erstes Viertel 04:32    24. April 2026
Vollmond Vollmond 19:24    1. Mai 2026
Letztes Viertel letztes Viertel 23:11    9. Mai 2026
Die Mond-/Sonnen-Daten beziehen sich auf die Standortkoordinaten von 50° 48' 28" Nord  -  8° 47' 3" Ost (Marburg/Lahn)